Langfristig ausgelegte Ansiedlungspolitik

Bezug nehmend auf den PNP Artikel vom 03.02.2018 „Gefordert: Mehr Einsatz für die Innenstadt“:

„Die Pockinger Innenstadt, ein Thema, das es leider immer noch zu diskutieren gibt. Nun hat eine Interessengemeinschaft aus Gewerbetreibenden und Immobilienbesitzern öffentlich Bedenken geäußert, wie sich die Pockinger Innenstadt zukünftig entwickeln wird.

Gezielt wird auch das geplante Bauprojekt mit Kino, Restaurant, Café und Bar in der Bürgermeister-Schönbauer-Straße als „Todesstoß für die Innenstadt“ aufgegriffen. Bürgermeister Franz Krah merkt folgend im Artikel an, dass „[…] er die Proteste ausgerechnet zum jetzigen späten Zeitpunkt nicht recht nachvollziehen kann.“

Gerne ruft die JU Pocking in Erinnerung, dass das Thema „Kino“ bereits im Januar 2017 in der PNP mit mehreren Artikeln besprochen wurde. Darüber hinaus hat Bürgermeister Krah den Antrag der JU höchstpersönlich in der Bauausschusssitzung vom 25.01.2017 aufgerufen. An den vorherigen Zeitpunkt der Proteste mag sich scheinbar einfach nicht erinnert werden.

Ein zukunftsorientierter Weg muss eingeschlagen werden, um der Innenstadt wieder ein Gesicht zu geben. Darauf hat das Rathaus entscheidenden Einfluss, indem eine Ansiedlungspolitik betrieben wird, die über kurzfristige Entwicklungsvorteile hinausgeht. Viel mehr sollen langfristige Funktionen des Stadtkonzeptes im
Vordergrund stehen. Das ist auch nur fair gegenüber denjenigen Gewerbetreibenden, die an 365 Tagen im Jahr nach wie vor die Innenstadt bereichern. Dass so eine einzigartige Chance wie ein Vergnügungskomplex ungenutzt bleibt, ist nicht nachvollziehbar. Ein Laissez-faire der Investoren im Gewerbegebiet widerspricht jeglicher Ambitionen die Pockinger Stadtmitte endlich aus ihrem Dornröschenschlaf zu wecken.“

 

Anmerkung: Dieser Leserbrief wurde am 6. Februar 2018 in der PNP veröffentlicht.